Über uns

Wir sind Sophie und Julius

Und unsere Mission ist es Menschen für gutes Brot zu begeistern. Sophie hat während ihres BWL-Studiums in einer kleinen Holzofenbäckerei in München's Schwabing ihre Liebe für das Backhandwerk entdeckt und dort auch ihre Ausbildung begonnen. Seither hat sie in einigen kleinen Handwerksbäckereien in Deutschland und Schweden gearbeitet. Sie hat viele schöne Brote gebacken, tolle Menschen getroffen, viel harte Arbeit geleistet und ist mit noch mehr Freude und Dankbarkeit belohnt worden. 2019 hat sie die Meisterprüfung als Jahrgangsbeste bestanden und träumt seither von der eigenen Bäckerei.
Julius ist Lebensmittelverfahrenstechniker, der nach dem Studium entschlossen hat, dass ein Job in der Lebensmittelindustrie für ihn nicht in Frage kommt. Er hat als Unternehmensberater gearbeitet und ein Startup gegründet. Seine Leidenschaft war aber immer noch handwerkliche Lebensmittelerzeugung und so kommt es, dass er jetzt mit Sophie in der Backstube steht und Sauerteigbrote backt mit viel Hingabe, Hintergrundwissen und bereit jeden Tag noch mehr über Sauerteig zu lernen.

 

Unsere Philosophie

In unserem kleinen Laden versuchen wir Menschen für gutes Brot zu begeistern und ermutigen sie mal wieder aktiv auf den Geschmack des Brotes zu achten. Daher legen wir unseren Gästen nahe: "Schmeck mal wieder Brot". Unsere minimalistische Herangehensweise, bei der alle überflüssigen Zutaten weggelassen werden und der Teig sowie das Getreide nur minimal verarbeitet werden, macht die Brote geschmacklich interessanter und ursprünglicher. Dazu gehört auch, dass wir keine Mischbrote machen, sondern pro Brot immer nur eine Getreidesorte verwenden - damit man wieder unterscheiden kann, wie Weizen, Dinkel und Roggen eigentlich schmecken.

Die minimalistische Arbeitsweise erfordert aber auch viel Aufmerksamkeit und Liebe zum Detail. Ohne Mehlbehandlungsmittel und Backhilfsmittel, verhält sich der Teig jeden Tag etwas anders. Daher achten wir penibel darauf die externen Einflüsse so gering wie möglich zu halten, und auf schwankende Rohstoffeigenschaften mit Wissen und Erfahrung zu reagieren.

Mit dieser Arbeitsweise möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass wir dem seit Jahrtausenden wichtigsten Grundnahrungsmittel, wieder die Hochachtung entgegen bringen, die es verdient.

 

Unsere Arbeitsweise

Wir versuchen so nachhaltig wie möglich zu arbeiten - so ungern wir den Begriff verwenden so richtig ist die Bedeutung. Nachhaltig wirtschaften unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten ist unser Ziel. Als Bäcker sind für uns hier die wichtigsten Themen: Landwirtschaft, Energie, Löhne und Lebensmittelverschwendung.

Wir beziehen Rohstoffe und unterstützen damit Landwirtschaft, die unsere Umwelt bewahrt. Wir sind dankbar über die vielen Biolandwirte, die Getreide anbauen und mit viel Aufwand, Wissen und Erfahrung gutes Getreide herstellen und gleichzeitig den Boden und die Artenvielfalt bewahren sowie Gewässerverschmutzung verhindern.

Das Backen benötigt sehr viel Energie, wir betreiben daher einen Ofen, der möglichst sparsam operieren kann und beziehen den Strom bei den Elektrizitätswerken Schönau, die wie kein anderer Energieversorger für die Bürgerenergiewende arbeitet.

Wir bezahlen allen Mitarbeitern einen festen übertariflichen Lohn und eine Unternehmenserfolg-abhängige Prämie. In Summe gehen so exakt 50% unseres Netto-Umsatzes an Bäcker und Verkäufer.

Wir selbst verwenden übrig gebliebenes Brot weiter oder spenden es. Durch kreative Restbrot-Rezepte versuchen wir auch das Wegwerfen von altem Brot in den Privathaushalten zu verringern. 

 

Unsere Brote

Unsere Backwaren sind alle Bioland bzw. Bio-zertifiziert. Das Getreide kommt größtenteils von der OBEG Hohenlohe, die als Erzeugergemeinschaft bereits seit mehr als 30 Jahren ökologischen Getreideanbau betreibt und den partizipierenden Landwirten sichere Abnahme und faire Preise garantiert. Natürlich sind auch alle anderen Zutaten wie Butter, Eier, Gewürze, Obst und Gemüse in Bio-Qualität. Hier erfährst du mehr über unsere Partner.

Wir verwenden keine Backhefe, sondern lockern die Brote ausschließlich mit Sauerteigen. Wenn man mit Sauerteig arbeitet und Hefe weglässt, muss man geduldig sein, denn die Sauerteigbakterien sind viel langsamer, als die Hefe aus dem Päckchen. Aber durch die langen Teigreifezeiten entstehen unheimlich vielschichtige Aromen, zudem kann die Stärke besser verquellen und die Brote trocknen dadurch nicht so schnell aus.
In Deutschland kennt man traditionell nur das Roggensauerteigbrot. Dass man auch mit Weizen und Dinkel Sauerteigbrot machen kann und diese überhaupt nicht sauer schmecken, wissen nur die wenigsten. Unsere selbstgezogenen Sauerteige, entstehen aus den im Mehl und in der Luft vorhandenen Mikroorganismen. Jeden Tag wird ein kleiner Teil dieses Mutterteiges zurückgehalten und in dem nächsten Teig verwendet. 
Weil unsere Brotteige Reifezeiten von bis zu zwei Tagen haben, werden schwer verdauliche Bestandteile des Mehls in dieser Zeit vorverdaut und das Brot ist für viele Menschen bekömmlicher.